10.07.2013

Bundesliga in der ARD – Planungen für 2014

In einem Interview mit der Sportnachrichtenagentur SID erläutert WDR-Sportchef Steffen Simon die Bundesliga-Berichterstattung bei der ARD in der kommenden Saison 2013/2014. Die Struktur der Samstags-Sportschau wird nach bewährtem Konzept weitergeführt. In den dritten Programmen soll allerdings ein neues Sportschau-Format entstehen. In den Internet-Aktivitäten von PayTV-Anbietern sieht die ARD keine Konkurrenz.

Die Samstags-Sportschau der ARD im Free TV ist sehr beliebt. 5,2 Millionen Zuschauer hat die Sendung im Schnitt, das ist ein konstanter Marktanteil von mehr als 20 Prozent. „Die Sportschau hat nach wie vor ein sehr treues Stammpublikum. 5,2 Millionen im Schnitt sind beachtlich, wenn man überlegt, wie fragmentiert der Medienmarkt inzwischen ist, wo man überall die Bundesliga konsumieren kann“, so Steffen Simon.

Sportschau-Konstanz auch in den Dritten Programmen

Die Samstags-Sportschau selbst wird sich in ihrem Konzept nicht verändern. „Unsere Stärken sind die Konstanz und die Verlässlichkeit“ beteuert Simon. So wird es in der kommenden Bundesliga-Saison nur marginale Veränderungen geben: Neben der parallelen Übertragung der Sportschau im Netz wird es die Möglichkeit geben, das Tor des Monats auf sportschau.de anzuschauen.  

Ein neues Bundesliga-Konzept der ARD ist hingegen die Sonntags-Sportschau in den Dritten Programmen. Bisher wurde auf allen regionalen Sendern der ARD eine individuelle Berichterstattung zum Bundesliga-Spieltag geboten. Dies soll sich nun mit der Sonntags-Sportschau vereinheitlichen. Die Sendung wird 20 Minuten dauern und eine ähnliche Konstante wie die Samstags-Sportschau darstellen: „Hier wollen wir einfach ein noch klareres Profil schaffen, wie wir es schon am Samstag haben, und die Marke Sportschau entsprechend in den Dritten positionieren.“, so Simon zum SID.

Online-Konzept auf Bild.de stellt keine Konkurrenz dar

Der Springer-Verlag wird in der Saison 2013/2014 eine Online-Berichterstattung zur Bundesliga auf Bild.de anbieten. Der Verlag hat im Frühjahr 2013 Bundesliga-Rechte im mobilen wie auch stationären Internet erworben. Mit einem kostenpflichtigen Video-on-Demand-Angebot werden auf Bild.de bereits 60 Minuten nach Spielende Clips zum aktuellen Spieltag bereitgestellt.

Auf die Frage, ob das Online-Aufgebot des Axel-Springer-Verlages eine Konkurrenz zur Sportschau darstelle, reagierte Simon gelassen. „Ich sehe das im Moment unter dem Aspekt der Kollegialität. Das ist Pionier- und Aufbauarbeit, was der Axel-Springer-Verlag leistet.“ Schon bei der Fussball-Bundesliga Pay-TV habe sich gezeigt, dass kostenpflichtige und kostenlose Fußball-Sendungen sehr gut nebeneinander existieren können. Simon glaubt, dass auch ein entsprechendes Online-Angebot ein eigenes Publikum finden werde.

Was die Menschen gucken

„Fußball ist das, was die Menschen gucken“. Damit bringt Simon zum Ausdruck, dass bei den öffentlich-rechtlichen Sendern nach wie vor großer Wert auf die Berichterstattung des Fußball-Sport gelegt wird. So bleibt auch die ARD beim bewährten Sportschau-Konzept um weiterhin solide über die Spieltage zu berichten. Die Erweiterung bei den Dritten Programmen soll das bestehende Programm weiter unterstützen.

Autor: LS