22.08.2014

Fussball-Bundesliga im Fernsehen: Alle TV-Neuerungen für die Saison 2014-2015

Die Deutsche Fußball Liga (DFL) verteilt fast 710 Millionen Euro an die 36 Proficlubs der Bundesliga. Das ist die höchste Summe an Fernsehgeld, die bisher für eine Bundesliga-Saison bezahlt wurde. Der Betrag ist Bestandteil des 2,51 Milliarden-Euro-Vertrages, den die DFL mit den TV-Sendern bis 2016/2017 abgeschlossen hat, berichtet das Online-Magazin onlinekosten.de.

Quelle: Sky

Clubs erhalten Rekord-Fernsehgeld

Der Vertrag zwischen den Sendern und der DFL greift in der neuen Saison zum zweiten Mal und sieht eine Erhöhung der Inlandsrechte auf 642 Millionen Euro vor, hinzukommen außerdem die Auslandserlöse von fast 70 Millionen Euro. DFL-Chef Christian Seifert zeigte sich laut onlinekosten.de erfreut darüber, dass traditionelle Sehgewohnheiten der Fans und innovative Möglichkeiten mit Blick auf die Zukunft beim Abschluss dieses Vertrags vereint werden konnten.

Die Bundesliga-Sender Sky, ARD, ZDF und Sport1 planen keine gravierenden Änderungen ihrer Formate. In der vorigen Saison konnten die Sender Erfahrungen mit neuen, kostenpflichtigen Angeboten im Internet und für mobile Endgeräte sammeln. Die Fans müssen ihre Sehgewohnheiten nicht ändern, da auch die Anstoßzeiten gleich bleiben.

Sportschau der ARD

Die Grundversorgung wird weiterhin durch die „Sportschau“ der ARD am Samstag abgedeckt, der erste Bundesliga-Spielbericht läuft dort nach 18:30 Uhr. Das klassische Sportmagazin erreichte in der vergangenen Saison im Schnitt 5,14 Millionen Zuschauer und konnte  den Marktanteil leicht auf 23,6 Prozent erhöhen – trotz App-Konkurrenz von Sky und bild.de.

Die ARD überträgt zudem das Bundesliga-Auftaktspiel zwischen Bayern München und dem VfL Wolfsburg am 22. August sowie eine Partie beim Rückrundenstart live. Die Sonntag-Spiele werden  wie bisher in einer einheitlichen „Sportschau“ in den Dritten Programmen zu sehen sein. Diese Sendung läuft in der Regel um 21.45 Uhr, teilweise auch später.

Aktuelles Sportstudio des ZDF

Die Fußball-Bundesliga findet auch im Zweiten Deutschen Fernsehen statt: das ZDF setzt hier auf torreiche Top-Spiele am Samstagabend. Das „Aktuellen Sportstudio“ zeigt als erster Free-TV-Sender Bilder vom Spiel um 18.30 Uhr. Trotz des späten Sendeplatzes um 23 Uhr konnte auch der zweite TV-Klassiker die Akzeptanz mit 2,14 Millionen Zuschauern leicht steigern. Moderiert wird die Sendung abwechselnd von Sven Voss, Katrin Müller-Hohenstein und Jung- Moderator Jochen Breyer, der in seine erste komplette Saison geht.

Sky zeigt alle Spiele live

Der Bezahlsender Sky überträgt alle 306 Bundesliga-Spiele der neuen Saison live. Die Zahl der Sky-Abonnenten stieg zuletzt auf 3,8 Millionen, auch dank der vielen Fußballspiele im Programm, so die Vermutung von onlinekosten.de. Das gemeinsame Erleben von Fußball-Übertragungen in Gaststätten und Kneipen ist nach wie vor sehr beliebt bei den Fans. Allerdings gibt es erneut Streit zwischen den Wirten und dem Pay-TV-Sender aufgrund erhöhter Abo-Preise.

Auch intern gibt es einige Neuerungen: Sky-Sportchef Burkhard Weber kündigte an, Sky wolle bei den Übertragungen auf Co-Kommentatoren wie Stefan Effenberg und Jens Lehmann verzichten. Zudem sei die Sportshow „Samstag live“ gestrichen worden. Die Expertenrunde bei Topspielen setzt sich zusammen aus den Ex-Nationalspielern Christoph Metzelder und Dietmar Hamann sowie Fußball-Urgestein Lothar Matthäus.

Autor: FN