13.09.2019

E-Sport immer gefragter

Während noch kontrovers diskutiert wird, was E-Sport mit Sport zu tun hat, interessieren sich immer mehr Bundesbürger dafür. Der elektronische Sport ist längst in deutschen Haushalten auf die eine oder andere Weise angekommen.

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Mehr Sponsoren im E-Sport-Umfeld

Immer mehr Sponsoren unterstützen die Veranstaltungen. Zuletzt wurde bekannt, das der Sportartikelhersteller Nike die chinesische League o Legends Pro League (LPL) finanziell mit einem 4-Jahresvertrag unterstützen wird. Für Nike ist es der erste richtige Sponsoren-Deal mit einem E-Sport Veranstalter. Das Unternehmen stattet die Kämpfer mit Schuhen und Oberbekleidung aus. Auch eine hohe Summe soll dafür geflossen sein. Geplant ist, eine ganz eigene Mode für E-Sportler zu kreieren.

Auch in Deutschland ist immer öfters ein stärkeres Engagement in den E-Sport zu beobachten. Selbst die Dax-Konzerne sind mittlerweile in diesem Bereich eingestiegen.

E-Sport mit Bezug zur Zielgruppe

Lange war die digitalaffine Zielgruppe nicht so recht auf dem Radar bei den deutschen Unternehmen. Viele Unternehmen hatten Schwierigkeiten, in ihren Werbeoffensiven einen Bezug zu dieser Zielgruppe zu bilden. Nun liegt für viele die Erkenntnis darin, dass der effektivste Zugang über das Sponsoring von E-Sports Ereignissen zu erzielen ist. Eine Erkenntnis, die auch viele Glücksspielanbieter bereits hatten. Sportwettenanbieter, Casinos und andere, unterstützen die Veranstalter und Mannschaften. Entweder mit direkten Spenden oder über einen prozentualen Anteil der Einzahlung. So kann es vorkommen, das Spieler, die beim Online Casino Echtgeld einsetzen, dabei gleichzeitig auch den E-Sport unterstützen.

Bundesliga Konkurrenz

Fußball ist beliebt, doch der E-Sport könnte eine echte Konkurrenz bedeuten. In 20 Jahren, sagen einige Experten, braucht es keine richtigen Fußballer mehr. Sie gehören dann der Geschichte an. Ohnehin wären sie mittlerweile viel zu teuer. Stattdessen würde der E-Sport in diesem Bereich vollkommen dominieren. Bis dahin dürften aber noch einige Jahre vergehen.

E-Sport ist in Deutschland noch nicht anerkannt. Viele klassische Sportvereine versuchen das zu verhindern. Dennoch gibt es in der SPD und CDU bereits vielfältige Gedanken. Auch eine direkte Anerkennung ist bereits geplant und schwammig in dem Koalitionsvertrag enthalten. Darin heißt es unter anderen, dass E-Sport vollständig als eine Sportart mit eigenem Vereins- und Verbandsrecht anerkannt werden soll. Auch die Schaffung einer olympischen Perspektive soll dabei direkt unterstützt werden.

E-Sportler sind Vollsportler

Dieser Gedanke gefällt nicht jedem. Aber die Realität zeigt, dass die Spieler, die vor dem Computer hängen, im übersetzten Sinne, tatsächlich Vollsportler sind. Sie trainieren tagtäglich, über viele Stunden und stehen dem klassischen Sportler in nichts nach.

Sponsoren aus allen Bereichen

E-Sport befindet sich längst nicht mehr in der Anfangsphase. Klammheimlich, könnte man denken, zog der elektronische Sport in unsere Köpfe und auf einmal war er da. Überall. Praktisch alle namhaften Unternehmen unterstützen Mannschaften, Veranstaltungen und Einzelkämpfer. Amazon, Nike, adidas, AEG, AOK, Audi, Gerolsteiner, Dr. Pepper, Wüstenrot und viele weitern.

In 10 oder 20 Jahren werden wir längst nicht mehr die Diskussion führen, ob es sich dabei wirklich um Sport handelt. Die Frage wird sich dann gar nicht mehr stellen.